Bayern

 

  • Altdorf

Die erste Bohrung des Altdorfer Geothermie-Projektes wurde 2008 abgeteuft und fand bereits in 611 Metern Thermalwasser mit einer Temperatur von 65°C bei einer Förderrate von 88 - 115 Litern pro Sekunde. Die eigentlich erwarteten Werte von 60°C bei einer Schüttung von ca. 50 Litern pro Sekunde wurden deutlich übertroffen. Dabei profitiert das Projekt von einer geologischen Anomalie, die im sogenannten Landshut-Neuöttinger Hoch den höchsten bisher in Deutschland bekannten geothermischen Gradienten von über 12° C Temperaturzunahme pro 100 m aufweist (durchschnittlicher Gradient in Mitteleuropa 3° pro 100m). Die zweite Bohrung hat bereits im April 2012 begonnen. Es werden 180 Liter Thermalwasser pro Sekunde bei einer Temperatur von 70°C erwartet.

 

Start der ersten Bohrung im Jahr 2008

Standort: Altdorf (BY)
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Projektgesellschaft Altdorf
aktueller Status: im Bau

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  • Aschheim / Feldkirchen / Kirchheim

Im Jahre 2008 haben sich die drei benachbarten Gemeinden im Landkreis München zusammengetan, um das erste interkommunale Geothermieprojekt in Deutschland auf den Weg zu bringen. Seit Oktober 2009 werden die 200 Objekte mit Wärme versorgt, neben Privathaushalten auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, zum Beispiel mehrere Kindertagesstätten. Die Erweiterung des Wärmenetzes schreitet in den drei Kommunen gut voran.

 


Zur Einweihung der Heizzentrale war das Interesse der Bevölkerung groß. (Fotos zum Vergrößern anklicken.)

Standort: Aschheim, Feldkirchen, Kirchheim
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: AFK GmbH

aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 2009
Installierte Leistung: Wärme: 9 MW, Strom: 0 MW

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  • Bernried am Starnberger See

In Bernried am Starnberger See bereitet die BE Geothermal GmbH ein Geothermieprojekt zur Strom- und Wärmeversorgung vor. Die Gemeinde Bernried ist Mitinhaber der Berechtigung, hier Erdwärme zu nutzen (Aufsuchungserlaubnis); sie wird das Fernwärmenetz in Bernried und Tutzing bauen und betreiben. In 2009 wurde eine aufwendige 3D-Seismik Kampagne durchgeführt, um optimale Bohrziele zu finden. Der Bohrbeginn ist für den Sommer 2012 geplant.

Standort: Bernried am Starnberger See
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: BE Geothermal GmbH
aktueller Status: in Planung
geplante Leistung: Wärme: 14 MW, Strom: 10,5 MW

Weitere Informationen

 

  • Dürrnhaar

Im Jahr 2006 begann die Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co.KG mit der Entwicklung ihres ersten Projektes im Aufsuchungserlaubnisfel Kirchstockach. Die in den Jahren 2007 und 2008 abgeteufte Dublette besteht aus der ersten Bohrung Gt1 mit einer Tiefe von 3.670 Metern und der Bohrung Gt2 mit einer Tiefe von 3.720 Metern. Der Langzeitpumpversuch ergab eine Schüttung von 130 l/s und eine Temperatur des Thermalwassers von über 135°C. Seit Januar 2011 wird das ORC-Kraftwerk errichtet mit dem Ziel der Inbetriebnahme im  März  2012. Das Projekt Dürrnhaar stellt das erste privatwirtschaftliche und zugleich klassisch projektfinanzierte Geothermiekraftwerk in Deutschland dar.

Foto: Das Geothermiekraftwerk in Dürrnhaar

Standort: Dürrnhaar
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Geothermie Dürrnhaar GmbH&  Co. KG (100%
Tochter der Süddeutschen Geothermie-Projekte GmbH&  Co. KG)
Anlagenbauer/Betriebsführer: HOCHTIEF Energy Management (Generalunternehmer)
aktueller Status: im Bau
installierte Leistung: Wärme: 0 MW (vorerst), Strom: 5,5 MW

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  • Erding

Seit 1998 speist das Geothermieheizwerk in Erding bei München ein Fernwärmenetz. Genutzt wird die Energie aus Thermalwasser in einer Tiefe von 2.300 Metern. Aufgrund der starken Nachfrage nach geothermisch erzeugter Fernwärme wurde in den Jahren 2008 und 2009 ein weiteres Heizwerk erbaut. Mittlerweile werden 10% der Erdinger Bevölkerung durch Geothermie versorgt. Das Wasser wird nach der Wärmenutzung als Thermalbadewasser und als Trinkwasser genutzt.

Standort: Erding I + II
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Evonik New Energies GmbH
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 1998/2009
Installierte Leistung: Wärme: 9,7 MW, Strom: 0 MW

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  • Garching

Geothermie bildet zusammen mit Biomasse die Säulen des Energiekonzeptes Garching. Die beiden Bohrungen mit den Tiefen 2.100 m und 2.240 m wurden in den Jahren 2008 und 2009 durchgeführt. Die Temperatur des Thermalwassers beträgt 74°C bei einer Schüttung von 100 l/s. Nach der Grundsteinlegung der Geothermieheizzentrale im Juni 2010 beliefert die Energiewende Garching GmbH & Co KG (EWG) seit Oktober 2010 die ersten Kunden mit regenerativer Fernwärme. In der ersten Phase des Projekts wird zu 75 Prozent Wärmeenergie aus Geothermie und Biomasse geliefert. In einer zweiten Phase, die ab 2011 / 2012 geplant ist, soll das Netz erweitert und der Anteil regenerativer Energie auf 97% vergrößert werden. Langfristig plant die Gemeinde fast 100 Prozent ihres Wärmebedarfs aus Geothermie und Biomasse zu decken.

Standort: Garching
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Energiewende Garching GmbH & Co KG (EWG)
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 2010
installierte Leistung: Wärme: 6 MW, Strom: 0 MW

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  • Geretsried/ Wolfratshausen

In Geretsried soll im Aufsuchungsgebiet Geretsried/ Wolfratshausen eine geothermische Dublette mit Bohrungen bis in 4.700 und 5.200 m Tiefe erstellt werden. In der Tiefe wird mit 145 °C heißem Thermalwasser bei einer Schüttung von 100 Litern pro Sekunde gerechnet. Seit Mitte Januar 2013 wird gebohrt. Das Kraftwerk wird rund 8.000- 15.000 Haushalte mit Wärme und etwa 5.000 mit Strom versorgen können.

Standort: Geretsried (Ortsteil Gelting)
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger : Enex Power Germany GmbH
Aktueller Status: im Bau
Inbetriebnahme: 2015
Installierte Leistung: Wärme: 40 MW, Strom: 5,3 MW

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  • Ismaning

Die Gemeinde Ismaning nördlich von München plant eine geothermale Wärmeversorgung mit zwei Tiefenbohrungen. Nach der 2-D-Seismik Anfang November 2011 starteten Mitte April 2012 die Bohrarbeiten für die erste Bohrung „Thermal 1“. Hierbei stieß man schon früher als erwartet auf heißes Thermalwasser und fand in etwa 2.200 Metern mit rund 67 °C eine niedrigere Temperatur, aber gleichzeitig eine bessere Förderrate als erwartet. Angesichts der neuen Erkenntnisse wurde neu geplant: die ursprünglich als Förderbohrung abgeteufte „Thermal 1“ wird als Rückführbohrung fungieren, die zweite Bohrung „Thermal 2“ soll dafür als Förderbohrung dienen. Die Arbeiten für die zweite Bohrung haben im Juli 2012 begonnen. Der Bau des 90 Kilometer Fernwärmenetzes startete im Mai 2012 und wird in mehreren Abschnitten entstehen. Die Investitionssumme bis zum Endausbau beträgt etwa 72 Millionen Euro.

Bürgermeister Michael Sedlmair, Pfarrer Werner Blechschmidt und Pfarrer Dr. Markus Brunner (von rechts) beim Meißelschlag am 10. April 2012 (Foto: Dr. Norbert Baumgärtner)

 

Standort: Ismaning
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Wärmeversorgung Ismaning GmbH & Co. KG (WVI)
aktueller Status: im Bau

geplante Leistung: ca. 7 MW (Wärme)

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  • Kirchstockach

Als zweites Geothermiekraftwerk der Süddeutschen Geothermie-Projekte
GmbH & Co. KG wurde auf dem Aufsuchungserlaubnisfeld Kirchstockach die
gleichnamige Dublette entwickelt. Ihre Bohrungen Gt1 mit einer Tiefe
von 3.750 Metern und Gt2 mit einer Tiefe von 3.730 Metern erschließen
ein geothermisches Potenzial von einer Schüttung über 130
l/s und einer Temperatur  über 135°C. Der im Oktober 2011 gestartete
Kraftwerksbau wird Ende 2012/ Anfang 2013 abgeschlossen sein. Das Projekt
Kirchstockach ist analog zum ersten Projekt der Süddeutschen
Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG in Dürrnhaar projektfinanziert.

Foto: Das Projekt in der Bauphase

Standort: Kirchstockach
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Geothermie Kirchstockach GmbH & Co. KG (100%
Tochter der Süddeutschen Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG)
Anlagenbauer/Betriebsführer: HOCHTIEF Energy Management (Generalunternehmer)
aktueller Status: im Bau
installierte Leistung: Wärme: 0 MW (vorerst), Strom: 5,5 MW

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  • Kirchweidach

Im oberbayerischen Landkreis Altötting entsteht ein Geothermiekraftwerk zur Gewinnung von elektrischem Strom. Zudem ist die Auskopplung von Wärme an die Gemeinde Kirchweidach geplant. Die Bohrarbeiten haben im November 2010 begonnen und bis Ende August 2011 ist mit der Fertigstellung der zweiten Bohrung zu rechnen. Anfang 2012 soll mit dem Bau der oberirdischen Anlagenteile des Geothermie Strom- und Heizkraftwerkes begonnen werden. Die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich Anfang 2013. Die Projektsteuerung obliegt der GEOenergie Bayern GmbH.


Foto: Der Bohrplatz des entstehenden Heizkraftwerkes in Kirchweidach

Standort: Kirchweidach
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: GEOenergie Kirchweidach GmbH
aktueller Status: im Bau
Wärme: ca 5 MW, Strom: ca 6.6 MW

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  • Oberhaching-Laufzorn

In Laufzorn gab es bei den Bohrungen 2009 eine der besten Fündigkeiten Deutschlands. Mit einer Förderrate von 130 bis 140 Litern je Sekunde und einer Temperatur von bis zu 130 °C kann neben Wärme auch Strom erzeugt werden. Betreiber der Geothermieanlage ist die Gemeinde Grünwald als 100-Prozent-Gesellschafterin der Erdwärme Grünwald GmbH. Das rund 10,4 km lange Fernwärmenetzes der Gemeinde führt von der Bohrstelle in Laufzorn über den Grünwalder Forst nach Grünwald, bis zur Bavaria Film. Die geothermische Wärmeversorgung hat mit der Heizperiode 2011/12 begonnen. Ab 2012 soll der Bau des ORC-Stromkraftwerks beginnen.

 

Standort: Oberhaching-Laufzorn
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger:
Erdwärme Grünwald GmbH
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 2011
Installierte Leistung: Wärme: 40 MW, Strom: 3,5 MW

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  • Poing

Im Jahr 2006 startete die Projektentwicklung des Geothermie Projektes Poing. 2008 wurde im Sommer die Förderbohrung mit einer Tiefe von 3.014 m und im Winter 2008/2009 die Versenkbohrung mit einer Tiefe von 3.049 m abgeteuft. 2009 entstanden die Bauwerke und die Anlagentechnik. Der  Langzeitpumpversuch mit Schüttraten von über 100 l/s und Thermalwassertemperaturen um die 76 °C erfolgte im Frühjahr 2011. So konnte im Sommer 2011 die erste über Geothermie gewonnene Wärme in das Fernwärme-Netz Poing eingespeist werden – dort werden über 440 Liegenschaften mit Fernwärme versorgt.

Standort: Poing
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger:
E.ON Bayern Wärme GmbH
aktueller Status: im Versuchsbetrieb
Inbetriebnahme: 2011
Installierte Leistung: Wärme: 7 - 8 MW, Strom: 0 MW


  • Pullach

Seit Ende 2005 liefert das Geothermie-Heizwerk in Pullach Wärme für die Privathaushalte und Unternehmen in der Gemeinde bei München. Die steigende Nachfrage nach der umweltfreundlichen Wärmeversorgung hat dazu geführt, dass manche Straßenzüge in Pullach eine Anschlussquote an das Fernwärmenetz von 80% haben. Im März 2011 hat eine dritte Bohrung ihren geplanten Zielpunkt in 3.506 m Tiefe erreicht. Mit der Erweiterung soll die Kapazität der Erdwärmeförderung in Pullach verdoppelt werden. Pullach ist die erste Gemeinde in Deutschland, die eine dritte Bohrung durchführt.

Standort: Pullach
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: IEP - Innovative Energie für Pullach GmbH
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 2005
Installierte Leistung: Wärme: 6 MW, Srom: 0 MW

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  • Riem

Auf dem Gelände des früheren Münchner Flughafens steht heute die „Messestadt Riem“. Das Gelände wird über ein Heizwerk mit Nahwärme versorgt, das seit 2004 die Geothermie als Wärmequelle nutzt. Seit Herbst 2011 heizt auch die Neue Messe München mit der Wärme aus der Erde. Dadurch kann bei der Messe jährlich die Emission von 1.600 Tonnen CO2 vermieden werden.

Standort: München-Riem
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: SVM Stadtwerke München GmbH
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 2004
Installierte Leistung: Wärme: 10 (+33 Gaskessel) MW, Strom: 0 MW

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  • Sauerlach

Das Geothermieprojekt in Sauerlach soll sowohl zur Bereitstellung von Heizwärme als auch zur Stromerzeugung genutzt werden. Dieses kann in Sauerlach realisiert werden, da in den rund 4.200 Metern Bohrtiefe sehr hohe Temperaturen von 140°C vorhanden sind. Die Stadtwerke München rechnen damit, dass ab 2012 insgesamt 16.000 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgt werden und dadurch circa 36.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden können.

Standort: Sauerlach
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: SWM Stadtwerke München GmbH
aktueller Status: im Bau
installierte Leistung: Wärme: 4 MW, Strom: 5 MW

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  • Simbach/Braunau

Eine Besonderheit weist das gemeinsame Projekt der bayerischen Gemeinde Simbach und des österreichischen Städtchens Braunau auf: Die Nachbarstädte an gegenüberliegenden Ufern des Inn werden durch die erste grenzüberschreitende Fernwärmeanlage Europas seit 2000 mit Wärme aus Tiefer Geothermie versorgt. Dafür wurden die beiden Gemeinden im Jahr 2005 auch mit dem Europäischen „Climate-Star“ ausgezeichnet, da dadurch jährlich fast 11.000 Tonnen CO2 eingespart werden können.

Standort: Simbach/Brunau
Bundesland:Bayern
Betreiber/Projektträger: GSB Geothermie Simbach Braunau GmbH
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 2001
Installierte Leistung: Wärme: 7 MW, Strom: 0,2 MW

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  • Starzenbach (Feldafing/Pöcking/Tutzing)

Die Starnberger See-Gemeinden Feldafing und Pöcking planen gemeinsam mit der Projektentwicklungsgesellschaft BE Geothermal GmbH den Bau einer Geothermie-Anlage.  Die behördliche Berechtigung (Aufsuchungserlaubnis) wurde im Frühjahr 2011 erteilt. Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die feststellt, unter welchen Voraussetzungen ein solches Projekt wirtschaftlich umsetzbar ist.

Standort: Pöcking/ Feldafing/ Tutzing am Starnberger See
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: BE Geothermal GmbH
aktueller Status: in Planung
geplante Leistung: Strom und Wärme


  • Straubing

Bereits seit 1999 wird im niederbayerischen Straubing das Thermalwasser aus dem Untergrund genutzt. Dadurch wird neben vielen privaten und öffentlichen Abnehmern auch das Thermalbad AQUAtherm mit Fernwärme und Thermalwasser versorgt. Im Jahr 2002 erhielt die Thermalwasserbohrung in Straubing das Prädikat „Staatlich anerkannte Heilquelle“.

Standort: Straubing
Bundesland:Bayern
Betreiber/Projektträger: Stadtwerke Straubing
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 1999
Installierte Leistung: Wärme: 6 MW, Strom: 0 MW

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  • Taufkirchen

In Taufkirchen wurde die erste Bohrung in 3.800 Metern Tiefe im Juli 2011 abgeteuft. ein Jahr später im Juli 2012 ist auch die zweite Bohrung fertiggestellt. Das erschlossene Thermalwasser erreicht eine Schüttung von 120 l/s und eine Temperatur von etwa 135°C. Somit liegen die Ergebnisse der geothermischen Dublette (Förder- und Injektionsbohrung) über den Annahmen. Ab 2013 sollen bis zu 6.000 Haushalte mit Strom und 3.000 mit geothermischer Wärme versorgt werden. Auch das Wärmenetz in Oberhaching soll mit geothermisch gewonnener Energie aus Taufkirchen gespeist werden, 20 MW - also die Hälfte der gesamten Leistung - sollen an die Nachbargemeinde gehen. Das Projekt ist das erste ÖPP-Projekt (Öffentlich Private Partnerschaft) Deutschlands im Bereich der geothermischen Stromerzeugung mit Wärmeauskopplung. Der Bau des Heizkraftwerks soll im Spätsommer 2012 beginnen.

Foto: Bohrarbeiten in Taufkirchen, Quelle: Axpo AG


Standort: Taufkirchen
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: GeoEnergie Taufkirchen GmbH & Co. KG
aktueller Status: in Bau
Inbetriebnahme: 2013
Installierte Leistung: Wärme: 39,8 MW , Strom: 4,3 MW

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  • Traunreut

Die Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH wurde im Jahr 2010 von der GrünwaldEquityGeothermie GmbH gegründet, um das von Reenergiepartner GmbH (Eberswalde) vorbereitete Projekt in Traunreut umzusetzen. Im Juli 2011 hat der Bau des Bohrplatzes begonnen. Im Januar und Oktober 2012 wurden die beiden Bohrungen abgeteuft. Das Geothermie-Heizkraftwerk soll ab dem 4. Quartal 2013 Fernwärme und ab dem 3. Quartal 2014 Strom liefern.

Foto: Bohrkelleraushub beim geothermischen Kraftwerk Traunreut

Standort (Gemeinde): Traunreut
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH
aktueller Status: in Bau
geplante Leistung: Wärme bis 12 MW, Strom 5,5 MW

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  • Unterhaching

In Unterhaching bei München begann bereits im Jahr 2007 die Wärmeversorgung mit Geothermie. Durch das neu gebaute rund 40 km lange Fernwärmenetz werden bereits 40% der Unterhachinger Haushalte mit Wärme versorgt. Hinzu kommen auch öffentliche Einrichtungen wie das Rathaus sowie Gewerbetriebe, übrigens auch in Nachbargemeinden. Seit 2009 wird neben der Wärme auch Strom aus Geothermie erzeugt. Dadurch steigt die Minderung der CO2-Emissionen auf etwa 35.000 Tonnen pro Jahr. Das Heizkraftwerk und das Fernwärmenetz wurden erfolgreich in eine gewachsene Gemeinde integriert, was angesichts des relativ geringen Platzbedarfs solcher Anlagen gut möglich ist.

Foto: Geothermie Unterhaching GmbH & Co. KG  (Foto zum Vergrößern anklicken)

Standort: Unterhaching
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG
aktueller Status: In Betrieb
Inbetriebnahme:2007 (Wärme), 2009 (Strom)
Installierte Leistung: Wärme: 38 MW, Strom: 3,36 MW

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Projektinfo zum Download

 

  • Unterföhring

Seit Dezember 2009 liefert das Geothermieheizwerk Unterföhring über ein neues Fernwärmenetz Heizwärme an Privathaushalte, öffentliche Gebäude wie Rathaus und Bürgerhaus sowie an Unternehmen, unter anderem die Deutschland-Zentrale eines Versicherungskonzerns mit 600 Mitarbeitern. Um die anhaltend hohe Nachfrage der Unterföhringer bedienen zu können, wird das Fernwärmenetz laufend ausgebaut.

Durch die Verkleidung mit Corten-Stahl setzt die Energie-Zentrale Unterföhring auch architektonisch Akzente. (Foto zum Vergrößern anklicken)
Foto: Geovol Unterföhring GmbH

Standort: Unterföhring
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: GEOVOL Unterföhring GmbH
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: Dez 2009
Installierte Leistung: Wärme: 9 MW, Strom: 0 MW

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  • Unterschleißheim

Das Heizwerk in Unterschleißheim im Landkreis München liefert bereits seit 2003 Fernwärme aus Geothermie.

Standort: Unterschleißheim
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: GTU- Geothermie Unterschleißheim
aktueller Status: in Betrieb
Inbetriebnahme: 2003
Installierte Leistung: Wärme: 27,8 MW Strom: 0 MW

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  • Waldkraiburg

Seit März 2011 sind beide Bohrungen des Waldkraiburger Geothermieprojekts fertiggestellt. Nach 2.839 bzw. 3.360 Metern Bohrstrecke wurde 108 °C heißes Thermalwasser erschlossen, das mit 60 Litern pro Sekunde gefördert werden kann. Die Fertigstellung der Energiezentrale ist für Frühjahr 2012 geplant. Zu diesem Zeitpunkt startet auch der Ausbau des Fernwärmenetzes. Mit über 20 Kilometern Länge wird es in der Endausbaustufe einen großen Teil der 24.000 Einwohner zählenden Stadt mit geothermaler Fernwärme versorgen können.

Zwischen Meißelschlag zum Bohrbeginn (li.) und Fündigkeit (re.) lag eine spannende Zeit – am Ende steht 108 Grad heißes Thermalwasser (Fotos: Geothermie Waldkraiburg)


Standort: Waldkraiburg
Bundesland: Bayern
Betreiber/Projektträger: Stadtwerke Waldkraiburg GmbH
aktueller Status: Inbetriebnahme 2012

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